Erst durch das Lesen lernt man, wieviel man ungelesen lassen kann.
Wilhelm Raabe

VON DER BACKLIST: Sally Smith – Der Tote in der Crown Row

⭐⭐⭐⭐⭐

Rezension, 31. Juli 2026

Ungemein vielschichtiger Krimi um einen Richtermord in London im Jahr 1901

Wenn eine Kronanwältin einen Kriminalroman schreibt, der unter Kronanwälten und Lordrichtern spielt, dann kann man davon ausgehen, dass Setting, Figuren und Stimmung des Romans authentisch sein können. Das genau ist hier der Fall, auch wenn die Autorin ihren absolut gelungenen Debütroman im London des Jahres 1901 ansiedelt.

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Antoine Laurain – Fehlerhaft und wunderbar

⭐⭐⭐⭐

Rezension, 29. Juli 2026

Eine fast poetische Geschichte rund um Rechtschreibung, Rechthaben und recht handeln

Was ein Diktat alles auslösen kann und welche Folgen das zeitigt, davon handelt der neue kurze Roman des bekannten französischen Autors.

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Tim Frühling – Ploatzlich Tot

⭐⭐⭐

Rezension, 27. Juli 2026

Netter, leichtgewichtiger Krimi aus der Rhön – sympathisches Personal, wenig Spannung

Nein, der Titel ist kein Schreibfehler. Er bezieht sich auf das für die Rhöner Region typische Leib- und Magengericht Zwiwwelsploatz (= Zwiebelkuchen), der im Roman reichlich verdrückt wird.

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Kristen Perrin – Das Mörderarchiv: Tante Frances hat kein Herz für Mörder

⭐⭐⭐⭐

Rezension, 24. Juli 2026

Ein alter und ein neuer Mord, Tante Frances‘ Nichte klärt auf

Ein neuer Band in einer netten Krimireihe, die auf dem Archiv einer Frau aufbaut, die bereits im ersten Band verstarb. Ihre Nichte und Erbin findet in besagtem Archiv immer wieder Hinweise auf vergangene Verbrechen – die, welch Wunder, mit aktuellen Morden in Zusammenhang stehen.

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Camille Pagán – Harold und der Buchhändler

⭐⭐⭐⭐

Rezension, 22. Juli 2026

Aus Hundesicht erzählt: rührend, aber auch ein bisschen sentimental

An sich ein netter Kunstgriff, einen Roman in Ich-Form aus der Perspektive eines Hundes zu erzählen. In diesem Buch gelingt das auch weitestgehend, die Geschichte ist berührend, zu Herzen gehend, aber manchmal auch ein wenig zu tränenreich, zu sentimental.

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Emily Winston – Der Mordclub von Shaftesbury: Tod verpflichtet

⭐⭐⭐⭐⭐

Rezension, 17. Juli 2026

Temperamentvoll, herrlich komisch und erstaunlich britisch

Erstaunlich deswegen, weil die Autorin gar keine Engländerin ist, sondern eine deutsche Krimi-Schriftstellerin, die hier unter einem englischen Pseudonym die Reihe um die Eheanbahnerin Penelope St. James veröffentlicht.

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Sharon Gosling – Der vergessene Wald

⭐⭐⭐⭐

Rezension, 15. Juli 2026

Recht vorhersehbare Liebesgeschichte in schöner Kulisse

Sharon Goslings Romane sind meist ein Lesevergnügen, auch wenn sie nicht immer ganz am Kitsch vorbeikommt. Dafür sind es immer stimmungsvolle Settings, interessante Figuren und eine unterhaltsame Geschichte. Im Mittelpunkt stehen Frauen, die einen Neuanfang wagen oder aus Gründen dazu veranlasst werden.

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Colleen Cambridge – Das Theatermord Geheimnis

⭐⭐⭐⭐⭐

Rezension, 13. Juli 2026

Sympathische Hobbydetektivin inmitten zahlreicher Verdächtiger – gelungene Fortsetzung der Reihe

Der inzwischen vierte Band um Agatha Christies Haushälterin Phyllida Bright, die stets nonchalant fiese Mordfälle aufklärt, unterhält bestens, vor allem dank der charmanten und geheimnisvollen Hauptfigur.

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Mark Mupotsa-Russell – Das kleine Handbuch einer Vorstadt-Killerin

⭐⭐⭐⭐⭐

Rezension, 10. Juli 2026

Actionreiche und ziemlich blutige Geschichte um eine Mutter auf Rachefeldzug

Den im Klappentext verkündeten Humor, selbst den schwarzen, sucht man in diesem Roman vergeblich. Doch die rasante Story um eine ehemalige Auftragskillerin, die zur Rachegöttin wird, liest sich spannend, fesselt und unterhält, wenn auch auf eine manchmal etwas drastische Art.

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Beate Maly – Raub in der Wiener Werkstätte

⭐⭐⭐⭐

Rezension, 8. Juli 2026

Historischer Krimi aus Wien – nett, mit sympathischem Personal, aber ein wenig spannungsarm

Ein neuer Krimi um den erfolgreichen Kommissar Max von Krause und die liebenswerte Lili Feigl, die in der Wiener Werkstätte als Putzfrau arbeitet. Diesmal werden sie in einen Mordfall verwickelt, der zunächst im Zusammenhang mit spektakulären Juwelendiebstählen zu stehen scheint.

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